nachdenklich

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Beitragvon RoterBaron » Freitag 23. Juni 2017, 09:10

Schweden - Umwelt/Tradition
Noch vor 50 Jahren war es kein Problem in nahezu jeder Wiese Schwedens zu Mittsommer sieben verschiedene Arten von Blumen zu finden, die, unter dem Kissen, nach einer hellen Nacht im Bett den Zukünftigen offenbarten. Heute ist dies in ganz Schweden nahezu unmöglich geworden, denn nicht einmal ein Prozent der Wiesen, die es vor 100 Jahren in Schweden gab, sind heute noch vorhanden und die Vielfalt der Blumen auf den erhaltenen Wiesen wird immer geringer, da die heutige Landwirtschaft kaum in der Lage ist das Gleichgewicht der Natur zu bewahren.

Quelle: http://schweden-nachrichten.blogspot.de/

Trotz allem ein schönes Mittsommerfest!
Viele Grüße
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Re: nachdenklich

Beitragvon Rüdiger Fecht » Freitag 23. Juni 2017, 18:59

Mich machen solche Nachrichten/Berichte nicht nur nachdenklich sondern sehr traurig.

Gruß, Rüdiger
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Re: nachdenklich

Beitragvon klausevert » Freitag 23. Juni 2017, 21:10

Ja - auch Schweden ist nicht mehr das Land, welches in Ende der 80ger Jahre kennengelernt habe.

Aber wegen der Blumen im Bezug auf den Traum vom Zukünftigen mache ich mir keine Sorgen - den mimmt man heutzutage gleich mit auf Kopfkissen und weiss dann schon bald, ob er (sie) es ist oder nicht
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Re: nachdenklich

Beitragvon Südschwede » Samstag 24. Juni 2017, 13:46

Ja, die Artenvielfalt gibt es nicht nur in Deutschland nicht mehr. Doch kann man es den Schweden verdenken, ihre Flächen effektiv zu nutzen? Auch in Schweden will man gut leben und dazu braucht man eben Geld.
Nicht, dass mich der Verlust vieler Tier- und Pflanzenarten nicht traurig macht, doch es gibt scheinbar in unserer Zeit keine Alternative dazu.

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Re: nachdenklich

Beitragvon Herr Jeh » Sonntag 25. Juni 2017, 12:44

Südschwede hat geschrieben: doch es gibt scheinbar in unserer Zeit keine Alternative dazu.


Doch, die gibt es, und das ist das was einen so fassungslos traurig oder ggf. sogar sauer macht.

Es gibt z.B. regelmäßige Berichte zur Agrarwirtschaf vom BfN, dem Bundesamt für Naturschutz. Das ist eine Fachbehörde mit Sitz in Bonn, die sich unter wissenschaftlichen Kriterien, regelmäßig mit externer Expertise, um alle Belange der Umsetzungsmöglichkeiten im Naturschutz kümmert.
2014 kam in einer großen Studie z.B. heraus, dass ein Großteil des Artenrückgangs in der Agralandschaft v.a. auf den Einsatz gentechnisch veränderter herbizidrestitenter Arten und dem daraus resultierenden massiven Einsatz von Pestiziden/Herbiziden.
Was die Studie sehr deutlich gezeigt hat: die Erträge steigen dadurch nicht (!), es vereinfacht sich aber die Handhabung. Der monetäre Gewinn liegt hier in einem Bereich, der regelmäßig durch Missernten (Wetter) kaputt gemacht wird.

Der aktuelle Agrarbericht zeigt leider auch keine bessere Situation. Hierzu ein sehr schönes Inteview mit Fr. Jessel, der Präsidentin vom BfN:
http://www.deutschlandfunk.de/agrarpoli ... _id=389157

Ich erlebe es leider täglich bei der Arbeit, wie schwer es ist, gegen starke Lobbyverbände an zu kommen. Das Beispiel Glyphosat kann hier stellvertretend für viele stehen.
Selbst die grüne Energie, z.B. die Windkraft ist ja nicht immer so ganz ohne. Hier kann man aber technisch problemlos entgegenwirken. D.h. mit entsprechenden Abschaltalgorithmen kann man die Schlagopferzahl an WKA problemlos gegen 0 gehen lassen (wie es auch gesetzlich gefordert ist), unter Strich macht so eine Maßnahme ggf. 1% Umsatz"einbruch" aus. ...im allerschlimmsten Fall. Bei Renditen die aber ein vielfaches derer von anderen Anlagen haben (twl. 10% ggf. mehr) verbunden mit einem "gürnen Image" kennen die Begehrlichkeiten allzu oft keine Grenzen mehr...
Grüße
Markus
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Re: nachdenklich

Beitragvon Südschwede » Montag 26. Juni 2017, 18:02

Siehst du, @Markus, du hast genau dasselbe gesagt wie ich - nur ausführlicher mit anderen Worten! Wenn es ums Geld geht, steht der Naturschutz an letzter Stelle. Die Auswirkungen bemerkt man ja nicht sofort!

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Re: nachdenklich

Beitragvon klausevert » Montag 26. Juni 2017, 20:10

Schon traurig, aber wahr
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Re: nachdenklich

Beitragvon alter-schwede! » Dienstag 27. Juni 2017, 15:11

Mit dem Rückgang der Bumen gibt es auch immer weniger Insekten.
Als Beispiel sei hier genannt:
Denkt mal wie viele Insekten früher nach einer Autofahrt ihr Leben auf der Frontscheibe gelassen haben und wie wenige es heute noch sind. Wenn die Insekten weniger werden fehlen sie auch in der Nahrungskette...........
Många hälsningar!

Sönke

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Re: nachdenklich

Beitragvon RoterBaron » Montag 3. Juli 2017, 08:30

“Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.” Albert Einstein

Ja, auch wo ich wohne ist nun eine Betonwüste. Aus der schön bewachsenen Anlage haben nun die Eigentümer eine Öde gemacht. Alle Bäume sind weg, der letzte Baum ist auch vertrocknet. Keine Blume mehr, nur etwas Rasen. Die Vögel finden nicht mehr viel, Spinnen verhungern und wir sehen keine mehr. Unsere Fledermäuse seh ich nur ganz selten. Alles ist weg, aber dafür ist die Anlage nun pflegeleicht.

Aber alle fahren gern ins die Natur!

Und das tolle, dass Klima am Haus hat sich auch zum Schlechten verändert.

:evil: :ärgerlich:
Viele Grüße
EKS
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Re: nachdenklich

Beitragvon eurythmister » Dienstag 4. Juli 2017, 07:25

Ja, lieber Eckhard deshalb halten wir z.B. selbst Bienen.

Hier in Ekshärad habe ich im Übrigen von 2 Hausbesitzern erfahren, dass ihr Oberflächengrundwasser nicht mehr gut ist.
Många hälsningar
Heyden
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